Glow Up Forever zeigt den weiblichen Körper als permanentes Bauprojekt: eine Konstruktion, die nie fertig wird und immer noch etwas braucht. Ausgangspunkt ist die Skincare- und Beauty-Kultur auf Social-Media-Plattformen, in der Anti-Aging beginnt, bevor das Altern überhaupt einsetzt.
Die Arbeit knüpft an Sandra Lee Bartkys Analysen weiblicher Selbstdisziplinierung und an Foucaults Panoptikum an. Der Blick ist so vollständig verinnerlicht, dass keine äußere Kontrolle mehr nötig ist. Der Algorithmus hat ihn übernommen, und die Beauty-Industrie lebt von der Angst vor dem eigenen Körper.


Austellungsansichten, Beauty Labor 3CA Berlin, Tessa Bozek 2026






Die fotografische Rauminstallation verbindet sechs inszenierte, surreale Prints mit einer Textilarbeit und einem simulierten TikTok-Livestream. Aus dem Feed gelöst, verdichten die Prints Skincare- und Beauty-Trends zu einer überladenen, überzeichneten Bildsprache aus milchig-pastelligen Farben und hyperrealen Inszenierungen. Interne Lichtquellen wie ein leuchtendes Puppenhaus oder ein Handybildschirm erzeugen einen warmen, verführerischen "Glow", der im Kontrast zur unterschwelligen Bedrohlichkeit der Bilder steht. In Metall-Werbeklapprahmen im B1-Format präsentiert, verweisen die Prints auf den Konsum und die permanente Selbstoptimierung, die hinter dem Lifestyle Versprechen von Schönheit und Jugend stehen.
Ein simulierter TikTok Livestream läuft auf einem PC oder Tablet und macht die Selbstüberwachung des eigenen Körpers durch das Gefühl, beobachtet zu werden, erfahrbar. Von der Decke hängt ein langer Satinbanner mit Face-Yoga-Übung, der die Arbeit am eigenen Körper räumlich erweitert.